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Pressestimmen zu Choreographien von Barbora Kryslova
zu
Pissputt
Saechsische
Zeitung, Goerlitz 11.12.2000
Von ReneTzschoppe
..Gezeigt
wird die Beziehung zwischen Mann und Frau - wie schnell Liebe umschlaegt
in Routine und aus Verdruss Gewalt werden kann. Eine geradezu genial-witzige
Choreographie konnten die etwa 70 Besucher sehen. Mit Humor, pantomimischen
Elementen und aussagekraeftiger Mimik setzen die beiden die Gewaltszenen
um. Kettenreaktionen beherrschen das Tun. Der Kopfstoß des einen
hat den Fußtritt des anderen zur Folge. Alles in Aesthetische Bewegungen
umgesetzt. So pendeln sich die Gewalttaetigkeiten nach oben bis zum bitteren
Ende. Ein Bravo-Ruf im Applaus bringt es auf den Punkt: Mann und Frau
waren super unterhalten worden...
SaechsischeZeitung,
Dresden 10.11.2000
Von Gabriele Gorgas
..Sehenswert
ist bei der euro-scene auch ein Abend in der Neuen Szene mit Choreografien
aus Prag. Barbora Kryslova - sie absolviert derzeit eine Choreografieausbildung
in Berlin - stellt mit Elena Sommer und Steffen Eckert eine eigenwillige
Paargeschichte vor. Die beiden verhakeln sich staendig, stossen sich ab,
behaupten Positionen in Plus- und Minuspolen. Ein hervorragend getanztes
reibungsvolles Duell auf begrenzter gelber Flaeche im spannungsreichen
Kontrast zu mehr harmonischer Musik. Mit dem Titel "Pissputt"
ist die kleine Fischerhuette aus dem Maerchen vom Fischer und seiner Frau
assoziiert.
Leipziger
Volkszeitung, Leipzig 15.11.2000
Von Sven Crefeld
..Ein gelbes
Quadrat war Ort stuermischer Begegnung: Ein junges Paar und seine rasante
Zickzackfahrt zwischen Lust und Qual riss die Leute von den Sitzen. Nur
20 Minuten dauerte Barbora Kryslovas Pissputt , aber diese frische, exzellent
getanzte und rundweg schoene Choreographie gehoerte zu den bisher kurzweiligsten
euro-scene-Momenten. Mal wuetend, mal schalkhaft traktierten sich Elena
Sommer und Steffen Eckert, verpassten sich Ohrfeigen und Tritte, und dann
in schmachtende Blicke und selige Pas de deux zu verfallen. Nichts ist
endgueltig, jede Emotion fluechtig, manchmal laesst der Geliebte einen
schnoede fallen. Verbitterung. Neuer Anlauf. Herz(en) erobert.
Zu
Mein Name ist White
Neues Deutschland 23.5.2001
Von
Anouk Meyer
.. Autor
und Regisseur Januscz Cichocki nutzt die beiden Darstellungsformen Schauspiel
und Tanz, um die Ich-Spaltung, die klischeehafte Einordnung in verschiedenen
Rollen sichtbar zu machen. Mit Erfolg. Was dem in psychologischen Analysen
unerfahrenen Zuschauer bei den Wortgefechten verborgen bleibt, spiegelt
sich in den fantastischen, sehr emotionalen Tanzszenen (Choreographiert
von Barbora Kryslova) wieder.
Zu
Oh oh Susanna und Kantata
Augsburger Allgemeine Zeitung 24.9.2002
.. Auch die
beide Solowerke Oh Oh Susanna und Kantata liessen enormes Gespuer fuer
eine expressive Koerpersprache und Sinn fuer spannungsvolle Dramaturgie
erkennen. Eindringlich verkoerperte Elena Sommer den Versuch eine Frau,
die eingefahrene Muster des Funktionierenmuessens abzuschueteln um endlich
zu innerer Entspannung, zu sich selbst zu finden. Schmerz pur bis hin
zur entblößenden Selbstzerstoerung brachte Steffen Eckert in
der duesteren Erinnerungs-Kantata auf die Buehne, ein beinharter, halsbrecherischer
Taenzerakt!..
DNN ( bei
Tanzherbst Dresden) 11/ 2002
Von Bistra Klunker
...Oh Oh
Susanna! der Prager Choreographin Barbora Kryslova, exzellent getanzt
von Elena Sommer gab es zum Abschluss der Solonacht sozusagen als Dessert.
Nicht Suesse oder gar Suesslichkeit gibt Anlass zu diesem Vergleich, sondern
das Gefuehl des Abrundens durch eine reife und sensible Tanzkunst. In
wenigen Minuten zeichnet ein optisch braves Maedchen mit Hilfe eines Stuhls
und zu Stimmungspraegender Musik wie einem Schostakowitsch-Walzer, ein
Universum der Sehnsuechte, das dem nahe liegenden Enttaeuschung schwebt.
Trotzig, lebendig- und ein wuerdiger Schluss-Strich unter dem TANZherbst
2002.
Sommertanz
junge Talenten
Westdeutsche Zeitung
06.09.04
Von Veronika Pantel
Nach der Pause fließen
auch erzählende, theatralische Momente mit ein: Barbora Greiner entwirft
zur Musik von Mozart eine spritzige und witzige Szene mit kleinen Tüchern
als
Bewegungen unterstreichende Elemente. Ein junger Tänzer umschreitet
als stiller Genießer das heitere Tableau, das eine hervorragende,
kreative Umsetzung der liebenswerten
klassischen Musik liefert.
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